Die Idee

 

  

Für Kinder gibt es zahlreiche Chöre, die von Kirchen, Schulen, Musikschulen, etc. angeboten werden. Für eine Universität ist ein Kinderchor jedoch ein ungewöhnliches Angebot. Der Anbieter des Chores hat einen großen Einfluss auf das musikalische Programm: Ein Kirchenchor beispielsweise wird zwar auch weltliche Musik aufführen, hat jedoch natürlich seinen Schwerpunkt in der sakralen Musik.

 

Der KinderUniChor hat es sich zum Ziel gesetzt, Musik aller Genres und Stile aufzuführen und dabei ein besonderes Augenmerk auf seltener angebotene Formate zu legen. Improvisationen, moderne Musik bis hin zu Uraufführungen und Musiktheater zählen ebenso zum Programm wie chorsinfonische Werke. Durch die Arbeit mit kleineren Gruppen und gezielte Stimmbildung kann der Chor solche Programme mit einer vergleichsweise geringen wöchentlichen Probenzeit erarbeiten. Das Ziel ist es  den Kindern des Chores den Kontakt mit einer möglichst großen musikalischen Vielfalt zu ermöglichen.

 

Für den Chor ist es eine große Bereicherung, an das Collegium musicum der Universität angegliedert zu sein, da sich hierdurch immer wieder die Möglichkeit ergibt, gemeinsam mit anderen "Erwachenenchören und -Orchestern" Konzerte zu gestalten und auch dabei sehr prägende musikalische Erfahrungen zu sammeln. Das Jubiläumskonzert mit Carl Orffs "Carmina Burana" in der ausverkauften Kölner Philharmonie ist nur ein Beispiel für eine solche besondere Erfahrung.

 

Neben der Vielfalt des musikalischen Programmes hat der Chor weiterhin als Ziel, die Musik nicht nur sängerisch zu erarbeiten, sondern im interdisziplinären Dialog mit der Wissenschaft Hintergründe zu verstehen. Im Rahmen der Kinderuni werden jedes Jahr Seminare, Vorlesungen und Workshops angeboten, die Aspekte des Chorprogrammes aufgreifen und näher beleuchten. Renommierte Wissenschaftler und Künstler der Universität und von Außerhalb gestalten diese Angebote und besprechen mit den Kindern ihr Fachgebiet auf einem altersgerechten Niveau. Durch diese zusätzliche Herangehensweise soll ein tiefergehendes Verständnis der Musik erreicht werden, das nicht mit einer rein musikalisch-künstlerischen Herangehensweise konkurriert, sondern diese ergänzt und bereichert.